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Heute möchte ich zu einem kleinen Märchen Stellung nehmen, das im Markt vielen unserer kaufenden und potentiellen Kunden von unseren Mitbewerbern erzählt wird. Es dreht sich um den MetroCluster von NetApp.

 

Die Erfolgsgeschichte des NetApp MetroClusters begann im Jahre 2002 als diese Storage Business Continuity-Lösung  erfunden wurde. Der MetroCluster von NetApp besteht aus einem regulären HA-System, erweitert mit den Softwarekomponenten SyncMirror, Cluster Remote und gegebenenfalls Fibre Channel Switches zur Überbrückung größerer Distanzen. Diese Kombination von Produkten ermöglicht es, einen synchron gespiegelten Datenbestand zu betreiben. Dieser steht auch bei Ausfall von Teilkomponenten weiterhin zur Verfügung, ohne dass ein manuelles Eingreifen eines Administrators notwendig wäre.

Bei Ausfall eines gesamten Rechenzentrums kann ein Administrator mit einem Befehl das System selber umschalten oder es kann optional eine automatisierte Routine gestartet werden. Dieser automatisierte Vorgang überprüft, ob nur die Verbindung zwischen den Rechenzentren verloren gegangen ist oder ob wirklich eine komplette Seite ausgefallen ist. In letzterem Fall leitet er eine Umschaltung ein.

 

Der MetroCluster und NetApp Deutschland -  eine besondere Beziehung


Gerade der deutsche Markt fand und findet dieses Produkt so gut, das neben der Multiprotokollfähigkeit der NetApp FAS Storage Controller und des Unified-Konzepts eine einfache Administrierbarkeit der Systeme bietet. Diese Funktionalität wurde zu einem großen Erfolg und hat einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass NetApp in Deutschland Marktführer ist.

Auf dem amerikanischen Markt, der natürlich der Heimatmarkt von NetApp ist, wird diese Technologie aus mehreren Gründen (z. B. Entfernungen zwischen den Rechenzentren) nicht so oft genutzt wie in Europa. Diese Tatsache führte immer wieder dazu, dass Gerüchte aufkamen, ob der MetroCluster eine Zukunft hat oder nicht. Einige Funktionalitäten, wie z. B. Deduplizierung, die schon 2007 generell bei NetApp verfügbar waren, wurden erst etwas später (2009 mit ONTAP 7.3.1) für den MetroCluster freigegeben.  SATA-Platten wurden ebenfalls erst ab 2011 in Fabric MetroCluster Konfigurationen unterstützt. Trotzdem oder gerade deswegen ist der MetroCluster bis heute ein integraler Bestandteil des NetApp Lösungsportfolios.

 

Von Data ONTAP in 7-Mode zu Clustered Data ONTAP


Mit der Akquisition von Spinnaker Networks im Jahr 2003 wurde der Weg für das heute, neben Data ONTAP in 7-Mode, aktuelle ONTAP Release „Clustered Data ONTAP“ bereitet, das die Zukunft von NetApp ist. Durch die Einführung von Clustered Data ONTAP hat NetApp auch eine andere Sichtweise auf den MetroCluster bekommen, da viele unserer Kunden uns widerspiegelten, dass der MetroCluster für geplante Downtimes genutzt wird. Durch die Redundanz können Ausfälle vermieden werden. Für dieses Szenario gibt es jetzt mit dem Clustered Data ONTAP Release eine neue und für solche Anwendungsfälle optimierte Version des traditionellen Data ONTAPs.


Was heißt das jetzt für den MetroCluster?


Falls NetApp irgendwann auf die unglaubliche Idee kommen sollte, den MetroCluster abzukündigen, wird die Funktion ab diesem Zeitpunkt mindestens weitere 5 Jahre unterstützt werden. Für die Zukunft sieht die derzeitige Planung von NetApp natürlich eine Weiterentwicklung des MetroClusters vor.

Um es ganz deutlich zu sagen: Nach aktuellen Kenntnissen ist und bleibt der MetroCluster Bestandteil der NetApp Plattform-Strategie.

NetApp hat durch die Entwicklung von Clustered Data ONTAP und die Transformation fast aller Features, die bis dato in Data ONTAP in 7-Mode bekannt waren, einen wichtigen Schritt für das Rechenzentrum der Zukunft und den damit verbundenen ausfallsicheren Betrieb getan. Unterschiedliche Branchen benötigen die synchrone Spiegelung und NetApp hat mit dem transparenten Failover den Markt erobert.

 

Mir fällt kein Grund ein, warum man den MetroCluster abkündigen sollte.

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