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Ich habe in letzter Zeit so einiges von EMC Mitarbeitern gelesen, die sich über die eine oder andere NetApp Technologie ausgelassen haben. Das hat mich dazu inspiriert, einmal etwas über ganz grundlegende Unterschiede zu schreiben, die allzu gerne in Vergessenheit geraten.

 

Anlässlich einer PCware Veranstaltung in 2008 hatte ich mal das Vergnügen, einem EMC Vortrag von Marc-Philipp Kost beizuwohnen. Das Thema war „EMC Informationsinfrastruktur für VMware“. In dem Pitch von Herrn Kost sind mir damals ein paar interessante Dinge aufgefallen. Zum Thema, welches Protokoll für VMware Umgebungen das Beste ist, kam folgende Aussage:

EMC führt bei Best of Breed Unified Storage” – wow ^^ das war 2008!

 

Was für eine „selbstbewusste“ Anmerkung. Damals gab es noch nicht einmal die VNX Systeme, die ja auch nichts anderes sind als eine CLARiiON und eine Celerra mit 2 unterschiedlichen Betriebssystemen (FLARE und DART) in einem Gehäuse. Das einzige, was dabei „unified" ist, ist die Management-Oberfläche, die sehr geschickt die Unzulänglichkeiten der Systeme versteckt. NetApp bietet seit 2002 eine echte Unified Architecture mit einem einheitlichen OS über alle Plattformen (IDC Whitepaper zu Unified Storage). Data ONTAP hat es mittlerweile sogar zum weltweiten Storage-Betriebssystem Nr. 1 gebracht.

 

Am meisten beeindruckt hat mich aber dieses Slide: 

storageroadshow2008_muc_emc_vmware 12.jpg

Das EMC MUSTERBEISPIEL für eine hochskalierbare VMware Infrastruktur mit sage und schreibe vier verschiedenen Storage-Architekturen, die komplett redundant ausgelegt sind. Listen wir mal alle Systeme auf:

 

-     2 Celerra als IP-Storage für iSCSI/NAS

-     2 Avamar als Backup to Disk Appliance für VMware

-     2 CLARiiON als Block Storage für Tier 2/3 Apps

-     2 Symmetrix ebenfalls als Block Storage für Tier 1 Apps und mit Gateway als NAS

 

Wenn man zusätzlich noch eine gesetzeskonforme Archivierung miteinbezieht, dann würde evtl. noch eine fünfte Plattform, nämlich die Centera, dazukommen.

 

Der Kunde, dem man erzählt, dass EMC „Best of Breed“ bei Unified Storage ist, könnte denken: „Cool, ich hab für alle Anwendungen das passende Storage-System, egal welches Protokoll ich benutze und das Ganze ist entsprechend Desaster-tolerant ausgelegt“. Stimmt ja auch…ABER: Stellen wir dem doch einfach mal die gleichwertige NetApp Konfiguration gegenüber:

EMC_plusNetApp2.png

Auf den ersten Blick erkennt man mehr als deutlich den Vorteil einer echten Unified Architecture. Jetzt könnte man sagen: „Mit der neuen VNX Plattform ist ja alles besser, schöner und einfacher“. Aber dem ist  eben nicht so. Ich denke, meine Erläuterungen am Anfang haben das mehr als deutlich gemacht. Unterm Strich wird von EMC 2012 immer noch die gleiche Architektur wie 2008 empfohlen. Da frage ich mich doch, wo die echten Innovationen bleiben?

Jeder Kunde sollte also immer einen genauen Blick hinter die Kulissen werfen und sich klar machen, welche Konsequenzen diese hochkomplexe EMC Infrastruktur für seinen Geldbeutel vor, während und nach der Implementierung hat. Schon allein das Sizing der unterschiedlichen Plattformen ist enorm aufwändig. Alle Systeme 1:1 gespiegelt in einem zweiten RZ zu doppeln, ist alles andere als effizient und multipliziert, allein für die Hardware, die Anschaffungskosten um ein Vielfaches. Jede einzelne EMC Plattform (auch heute noch in der „unified“ VNX Welt) benötigt wiederum eigene optionale Lösungen z. B. für die Replikation von Daten:

 

-     - VNX Replicator (File, async)

-     - VNX MirrorView (Block)

-     - VNX RecoverPoint/SE CRR (File, Block)

-     - SRDF für Symmetrix bei Benutzung eines VNX Gateways

Natürlich muss jedes Produkt lizenziert, bezahlt, administriert und gewartet werden. Das NetApp Pendant ist einfach nur SnapMirror. Und damit kann man sogar Daten zwischen zwei völlig unterschiedlichen NetApp Systemen, z. B. zwischen einer FAS2000 und einer FAS3000, replizieren. In der EMC Welt ein völlig undenkbares Scenario. Mit den fünf Plattformen ist noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange erreicht. Wenn man Scale-out-NAS haben möchte, muss man Isilon hinzufügen und wenn man an die Integration von Storage anderer Hersteller als EMC denkt, kommt die siebte Plattform, nämlich VPLEX hinzu. Das sind SIEBEN unterschiedliche Betriebssysteme! Und das nennt EMC „Unified Storage”? Gott sei Dank gibt es DATA ONTAP 8 mit unserer V-Serie auch für EMC. Damit geben wir jedem EMC Kunden die Chance, eine echte Unified Architecture zu genießen.

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