Currently Being Moderated

Flash Cache, Flash Pool und Flash Accel

 

Flash Storage ist in diesen Tagen ein heißes Thema. Kein Blog, der nicht irgendwo über All-Flash Storage Arrays oder über Flash Storage Start-Ups berichtet. Da werden Performance-Zahlen genannt und jeder versucht den anderen dabei zu übertrumpfen. Doch vielfach bleiben die wesentlichen Punkte auf der Strecke. Was bietet mir als Kunde ein Flash-Speicher? Wie kann ich ihn überhaupt nutzen? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich einen kompetenten Gesprächspartner, Markus Grau, Solutions Architect bei NetApp, an meiner Seite.

 

Oliver Walsdorf: Markus, warum ist Flash-Speicher für Kunden heutzutage so wichtig geworden?

 

Markus Grau: Kunden haben heute das Problem, dass die Kosten im Storage-Bereich zu hoch sind. Der wirtschaftliche Druck und die Konkurrenz am Markt sind sehr groß, so dass Kunden darauf reagieren müssen. Zudem benötigen sie oft eine höhere Performance, um Geschäftsprozesse und Applikationen schneller ablaufen zu lassen. Flash Storage hat dabei einen erheblichen Vorteil: Er hat eine wesentlich höhere Performance im Vergleich zu einer herkömmlichen Festplatte, bei gleichzeitig geringerem Stromverbrauch. So ergeben sich trotz eines höheren Anschaffungspreises geringere Kosten pro IOP (Input/Output Operation).

 

Oliver Walsdorf: Wie kann ein Kunde mit einer herkömmlichen Festplattentechnologie in den Genuss von Flash kommen?

 

Markus Grau: Es gibt hier mehrere Möglichkeiten, die ein Kunde heutzutage hat. Zum einen kann Flash als Solid State Disk (SSD) oder als PCIe–Karte im Server als DAS (Direct Attached Storage) betrieben werden. Dies stellt Kunden immer vor Herausforderungen bezüglich Backup, Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery, da der Flash-Speicher nur in einem Server vorhanden ist und nur die Applikationen auf diesem davon profitieren.

 

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Solid State Disks oder PCIe-Karten als Cache Speicher im Server. Hier können Applikationen gezielt dort beschleunigt werden, wo sie ausgeführt werden – nahe an den CPUs des Servers. Die Daten werden aber nach wie vor auf einem zentralen Speichersystem gespeichert und geschützt.

 

Des Weiteren kann man Solid State Disks als Speichermedium im Storage-System nutzen, um z. B. bestimmte Applikationen mit hohem Performance-Bedarf dauerhaft zu beschleunigen. Hier muss sich der Administrator entscheiden, welche Daten nun auf dem schnellen (und meist teuren) Medium abgelegt werden und welche nicht.

 

Als eine weitere Möglichkeit kann man ein Storage Array mit Hilfe von Solid State Disks oder PCIe-Karten aufrüsten und somit als erweiterten Cache nutzen. Damit kann man alle Workloads, die von dem Storage Array bedient werden, beschleunigen.

 

Oliver Walsdorf: Was bietet NetApp im Bereich von Flash-Technologien an?

 

VST.jpgMarkus Grau: NetApp bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten an, um Kunden im Bereich Flash zu unterstützen. Zunächst wäre da der klassische Ansatz mit Solid State Disks im Storage System. Das wird zurzeit von allen Storage-Systemen, FAS/V-Series wie auch E-Series, unterstützt.

 

Zudem können SSD-Festplatten als Cache in einem FAS/V-Series Storage Array auf Volume-Ebene eingesetzt werden. Die sogenannten Flash Pools sind insbesondere bei intensiven Schreibvorgängen hilfreich.

 

Mit Flash Cache geht NetApp schon seit einigen Jahren einen sehr erfolgreichen Weg. Hier werden PCIe-Karten zur Beschleunigung von Lesevorgängen im FAS/V-Series Array eingesetzt. Viele Kunden wissen dies zu schätzen, da es auf eine einfache Art und Weise die Performance des Storage Systems verbessert und beispielsweise auch Storage-Effizienzmaßnahmen wie Deduplikation unterstützt werden.

 

Neu ist die Verwendung von Fusion-io PCIe-Karten in Kombination mit NetApp FAS/V-Series-Systemen, die zusammen mit der ioTurbine und directCache Software von Fusion-io durch NetApp vertrieben werden.

 

Ebenfalls neu ist Flash Accel, eine Software von NetApp, die zusammen mit PCIe-Karten oder Solid State Disks im Server direkt eingesetzt werden kann.

 

Ich denke NetApp ist hier der einzige Hersteller, der ein so umfangreiches Flash-Portfolio hat, das auf fast alle Kundenwünsche eingehen kann.

 

Oliver Walsdorf: Wie können Kunden von den NetApp Flash-Technologien profitieren?

 

Markus Grau: Zunächst wäre da die Einsparung der Eingangs erwähnten Kosten pro IOP. NetApp hat in der Vergangenheit durch die Innovation von Flash Cache dazu erheblich beigetragen. Ebenso zählt VST (Virtual Storage Tiering) mit einem einfachen Management zu den wesentlichen Vorteilen der NetApp Flash-Lösungen. VST ist eine intelligente Cache-Speicherung, die in Echtzeit dafür sorgt, dass die I/O-Datenanfragen für Kosten und Performance ohne komplexe Datenklassifizierung optimiert werden.

Und letztendlich helfen die Flash-Technologien von NetApp, dass Applikationen ohne große Eingriffe in die Infrastruktur beschleunigt werden.

 

Oliver Walsdorf: Was unterscheidet NetApp in dem Bereich von anderen Herstellern?

 

Markus Grau: NetApp hat recht früh erkannt, dass VST der ideale Ansatz zum Management von Daten ist, wenn es um Performance und Kosten geht. Ganz im Gegensatz dazu steht das AST (Automated Storage Tiering), das Daten klassifiziert und auf verschiedene Festplatten-Pools verteilt und verschiebt. Dabei lässt es aber außer Acht, dass die Wertigkeit der Daten sich blitzschnell ändern kann. Zudem ist AST immer ein reaktiver, stark zeitversetzter Prozess, der ein erhöhtes Management benötigt und somit nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von Kunden eingeht. Dazu zählt z. B. die Reduzierung von operativen Kosten. NetApp VST ist dagegen transparent und benötigt daher kein zusätzliches Management.

Ein weiterer Unterscheidungspunkt ist das Partner Ecosystem für Server Cache wie Flash Accel. Dieses sorgt für Unabhängigkeit vom Hersteller und bessere Kompatibilität. Kunden können ihre bestehenden Investitionsgüter weiterhin nutzen und gleichzeitig wird die Kompatibilität mit dem zentralen Storage-System gewährleistet.

 

Oliver Walsdorf: Warum sollte ein Kunde NetApp Flash-Technologien kaufen?

 

Markus Grau: In erster Linie helfen die NetApp Flash-Technologien Kosten einzusparen, weil sie effizienter und performanter sind. Durch den konsequenten Einsatz von Effizienztechnologien, wie Deduplizierung, werden bereits in der Anschaffung Kosten eingespart. Die Systeme können nämlich kleiner konfiguriert werden. Eine höhere Performance ermöglicht z. B. das Zentralisieren von Applikationen auf einem Storage System ohne dabei gesonderte Storage-Silos aufbauen zu müssen. Dies führt wiederum zu Einsparungen bei den Management-Kosten.

 

NetApp ist marktführend, was Flash-Technologien angeht und hat alleine im Jahr 2011 über 60 % der verkauften Systeme mit Flash ausgerüstet. Dies spricht für eine ausgereifte Technologie.

 

Oliver Walsdorf: Vielen Dank für das Interview, Markus.

 

Wie reduzieren Sie die Kosten bei gleichzeitiger Verbesserung der Performance?

 

Denken Sie darüber nach, Flash in Ihrem Unternehmen einzusetzen?

 

Welche Technologie kommt für Sie in Frage?

Comments

Filter Blog

By author: By date:
By tag: