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kpapendi

Et hät noch immer joot jejange...

Posted by kpapendi in Team Deutschland on Apr 13, 2012 6:21:15 AM

... heißt es im Kölschen Grundgesetz (= es ist noch immer gut gegangen). Aber das Kölsche Grundgesetz sollte nicht auf Storage-Systeme und unternehmenskritische Daten angewendet werden, oder?

 

Wenn ich mir Lösungen anschaue, denen wir in Projekten begegnen, bin ich mir nicht sicher, ob so mancher Anwender sich nicht doch auf das Kölsche Grundgesetz verlässt.

 

Jeder, der ein wenig Erfahrung in der IT gesammelt hat, hat sicherlich schon einmal vor einer ähnlichen Situation gestanden. Stellen wir uns mal eine komplexe Lösung vor, die aus Komponenten mehrerer Hersteller besteht. So lange alles funktioniert ist alles wunderbar. Allerdings kann es in komplexen Umgebungen immer wieder zu Problemen kommen, und dann kann es für den Anwender und dessen Unternehmen zu existenzbedrohenden Situationen kommen:

 

- Die Lösung fällt aus, Anfrage bei Hersteller 1

- Hersteller 1 sagt, aus seiner Sicht ist alles i.O., bitte fragen sie bei Hersteller 2 nach

- Hersteller 2 sagt, aus seiner Sicht ist auch alles i.O., bitte fragen sie bei Hersteller 3 nach

- usw., usw., usw.

 

Leittragender ist der Kunde, dessen Problem immer noch nicht gelöst ist, was bedeuten kann, dass im ganzen Unternehmen Stillstand herrscht.

 

Jetzt denken Sie, das ist aber ein konstruiertes Beispiel, in der Praxis kommt das doch gar nicht vor.

 

Im Alltag stoße ich immer wieder auf Datacore und andere Storage-Virtualisierungslösungen, die genau nach dem o.g. Muster aufgebaut sind. Die gesamte Storage Lösung besteht aus Komponenten mehrerer Hersteller wie z.B.: Datacore Storage Software, Server vom Hersteller A, MS Windows, FC-Switches vom Hersteller B, Storage-Array vom Hersteller C, u.v.m. Ganz schön komplex, stellen sie sich das Troubleshooting in folgender Verkettung unterschiedlicher Hersteller vor:

 

blog3_pic.jpg

 

Wie man aus praktischen Erfahrungen hört, kommt erschwerend hinzu, dass es keine validen Support-Matrizen oder Zertifizierungen für unterstützte Umgebungen gibt. Hier ist man als Kunde ein wenig auf Glück angewiesen. Auch der Service solcher Umgebungen ist alles andere als einfach, man denke z.B. nur an Updates: Server BIOS, HBA, NIC, Windows Update, Datacore Update, usw. Je größer die Anzahl der Updates, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit eines Problems.

 

Also ich hätte ein wenig Bauchschmerzen, wenn ich meine unternehmenskritischen Daten auf einer nach einem solchen Muster aufgebauten Lösung ablegen müsste. Ist so eine Lösung wirklich Enterprise-ready? Jeder kann für sich überlegen, was es für sein Unternehmen bedeutet, wenn das Storage-System und somit die Produktion steht, wenn es zu Datenverlust kommt oder es eine längere Zeit dauert, Fehler zu beheben bzw. einen Restore durchzuführen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es zu solchen Problemen kommt, ist schwer abzuschätzen, doch unmöglich ist es nicht, wie die Praxis zeigt.

 

Wünschenswert ist doch eine effiziente und preiswerte Storage-Umgebung mit wenig Komplexität, hoher Verfügbarkeit und Support aus einer Hand, ohne Wenn und Aber. So lassen sich die Risiken minimieren!

 

Wat fott es, es fott... sollte eben nicht für Ihre Daten gelten (Kölsches Grundgesetz = was fort ist, ist fort).

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